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Im Gespräch mit Max Müller über Punk,
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WOLFSBURGER AUS ALLER WELT

Foto: Thomas Kubiczek

 
Name: Birgit Annette Scholz
Beruf: Projekt Managerin Office
Ort: Wolfsburg
Herkunft: Wolfsburg

Wo kommen Sie her?
Vor gut einem halben Jahrhundert bin ich in Wolfsburg zur Welt gekommen – und jetzt, nach dreißig Jahren, bin ich wieder hier. Ein Kreis schließt sich. Mit knapp 20 wollte ich bloß weg aus Wolfsburg und ganz schnell in die weite Welt! Ich habe einige Stationen hinter mir und bin sehr dankbar dafür.

Und was machen Sie hier?
In erster Linie bin ich aus beruflichen Gründen wieder in der Stadt. Ich arbeite als Projekt Managerin Office für den Konzern auf der anderen Seite des Mittellandkanals im Bereich Online Kommunikation.

Seit wann sind Sie hier?
Noch gar nicht so lange – seit April dieses Jahres.

Wieso sind Sie hergekommen?
Der Ruf nach Wolfsburg in das neue Projekt kam für mich sehr kurzfristig und überraschend, eigentlich wollte ich nach Hamburg an die Küste. Ich habe in sieben Arbeitstagen meine Zelte im Raum Stuttgart abgebrochen und bin über Bielefeld (dort ist mein Familienstandort) nach Wolfsburg gezogen. Das war ein sehr sportliches Unterfangen, das ich ohne die Unterstützung meines Mannes nicht bewältigt hätte. Hier in Wolfsburg habe ich mein altes Netzwerk und einige freie Kirchengemeinden bemüht, um eine erste Unterkunft zu finden. Das hat gut geklappt.

Was schätzen Sie an Wolfsburg?
Ich schätze an Wolfsburg besonders die Klarheit, Modernität und Sauberkeit der Stadt, die Weite und Natürlichkeit der Landschaft. Im Schwabenland war alles weitaus enger und verwinkelter. Und das Klima bekommt mir gut.

Wenn Sie die Augen schließen und an Wolfsburg denken – was sehen Sie?
Ich sehe die großen Weiden. Bäume, die typisch sind für die niedersächsische Landschaft und die ich so gern mag. Und natürlich sehe ich die Autostadt. Ein besonderer Ort, an dem Architektur, Design und Natur eine lebendige, mich inspirierende Symbiose bilden.

Gewissensfrage: Welches Auto fahren Sie gerade?
In jedem Falle fahre ich auch hier – wie im Schwabenland – das „falsche“ Auto. Es hat keinen Stern auf der Haube, sondern ein blau-weißes Emblem. Aber gegen den neuen Audi mit entsprechender Motorisierung hätte ich auch nichts einzuwenden.

Was machen Sie am Wochenende?
Zum Wochenende setze ich mich meist in den Zug und gondel nach Bielefeld. Aber nicht nur – es lockt mich, meine alte Heimat mit neuen Augen zu erkunden. Und was ich bisher gesehen habe, finde ich wirklich nicht schlecht!

Sonst noch was?
Neben meiner Projektarbeit bin ich gern gestalterisch unterwegs, das brauche ich als Ausgleich. Eine neue Idee für die Zeit hier in WOB (und vielleicht darüber hinaus) ist die Schaffung eines schönen, gemütlichen Lebensraumes für ‚Wanderarbeiter‘ wie mich. Eine ‚Heimat in der Ferne‘ sozusagen. Vielleicht verfügt jemand über ein altes, großes Haus auf dem Dorf? Mit einer knorrigen Weide im Garten für ein Boarding House in ländlichem Ambiente.