Zwischen Arduino
und Adrenalin

Die Phaenomenale erfindet sich neu zum Artikel

Schillernde Kunstwerke

Text: Andrea Behrens
Foto: Matthias Leitzke

„Riesig oder winzig klein, kugelrund oder oval, einfarbig oder schillernd bunt – das Seifenblasenfestival ist Naturwissenschaft von ihrer schönsten Seite!“ So beschreibt Phaeno-Direktor Dr. Wolfgang Guthardt einen der Gründe, warum das Festival nun schon zum dritten Mal im Phaeno stattfindet.

Seifenblasen machen auch dem Organisator des Festivals Spaß: Davy Champion (rechts)

 
Seifenblasen sind hauchdünne Kunstwerke. Ein Teil ihres Zaubers liegt darin, dass sie so schnell wieder vergehen. Von Kind­heit an können wir uns der Faszina­tion, die diese kleinen Wunderwerke in uns auslösen, nicht entziehen. Deswegen widmet das Phaeno ihnen im Oktober ein ganzes Festival: Künstler entführen in die faszinierende Welt der Seifenblasen, die Besucher experimentieren selbst mit verschiedensten Seifenfilmen und entdecken die spannende Physik, die dahinter steckt.

Der Amerikaner Tom Noddy, der unter anderem durch seine TV-Auftritte bekannt ist, zeigt in seiner „Bubble Magic Show“ verblüffende Erscheinungen mit Seifenblasen. Mit kindlicher Freude, viel Geschick und Magie lässt Tom Noddy die Seifenblasen nach seinem Willen tanzen. Durch einfache Hilfsmittel können Seifenblasen plötzlich so viel mehr als nur zusammen in der Luft schweben: Rauchgefüllte Seifenblasen brechen wie Vulkane aus, andere fahren wie ein Karussell im Kreis herum oder erzählen sogar ganze Liebesgeschichten. Tom Noddy hat seine Seifenblasen fest im Griff, nur für ihn formieren sie sich zu langen Ketten, Raupenfiguren oder werden sogar würfelförmig. Durch über 30 Jahre langes Üben und Spielen hat er es zu einer wahren Meisterschaft gebracht. Passend zu den Tornados im Phaeno lässt er sogar in einer Seifenblase einen kleinen Nebeltornado herumwirbeln.

Der Seifenblasenmann Björn Böttcher hat sich für seine Auftritte unter dem Phae­no ein anderes Ziel gesetzt: Er möchte möglichst riesige Seifenblasen erzeugen. Dabei kommt es auch auf die perfekte Flüssigkeit an. Wer schon einmal versucht hat, diese selbst herzustellen, weiß, wie schwer das ist. Außentemperatur, Zusammensetzung, Verunreinigungen – so vieles spielt eine Rolle für die ideale Mischung. Deswegen verrät natürlich auch Björn Böttcher sein Geheimrezept nicht, mit dem er mit Hilfe einer Angel Riesenseifenblasen erzeugt. Das Phaeno dient dabei als wunderbare Kulisse für die riesigen schillernden Kunstwerke.

Inspiriert durch diese Shows können Besucher auch selbst experimentieren: Seifenblasen auf Kohlendioxid schweben lassen, sich selbst mit einem schillernden Seifenfilm umhüllen oder ausprobieren, ob Seifenblasen auch eckig sein können. Diese und weitere Stationen ermöglichen Einblicke in die Physik der schönsten Minimalfläche der Welt.

„Seifenblasen verzaubern die Besucher und sind ein Erlebnis für die ganze Familie, an das man sich lange und immer wieder gerne erinnert“, verspricht Davy Cham­pion, der Organisator des Festivals.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.phaeno.de