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Friedenskultur

Mit mehr als 60 Veranstaltungen sorgen die 13. Movimentos Festwochen im April und Mai für viele kulturelle Höhepunkte. Ein Überblick über das Programm aus Tanz, Klassik, Jazz- und Popkonzerten.
Text: Anja Kreß   Fotos: Jens Oellermann, S. Woweries, N. Cole


Von links: Get Well Soon, Iskandar Widjaja, Natalie Cole

 
„Mit dem Festivalmotto ,Frieden‘ stellen wir ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt unserer Veranstaltungen“, erläutert Dr. Maria Schneider, künstlerische Leiterin der Movimentos Festwochen und Kreativdirektorin der Autostadt. „Der Wunsch nach Frieden ist tief in uns Menschen verwurzelt und gleichzeitig wissen wir, wie schwer es ist, ihn umzusetzen.“

Im Zentrum des Festivals stehen die Tanzveranstaltungen im denkmalgeschützten Kraftwerk. Dort erwartet die Gäste unter anderem eine Weltpremiere der israelischen Kibbutz Contemporary Dance Company unter der Leitung von Rami Be’er sowie mit der Sydney Dance Company und der Company von Shaun Parker zwei Ensembles aus Australien und drei Arbeiten des Cloud Gate Dance Theatres aus Taiwan.

»Der Wunsch nach Frieden ist tief in uns Menschen verwurzelt.«

Die jungen Nachwuchstänzer der Movimentos Akademie führen 2015 erstmals zwei Premieren an einem Abend auf: Die Tanzklasse um den Choreografen Daniel Martins tritt mit einem eigens erarbeiteten Stück zum Thema Frieden auf, die neue Meisterklasse unter der Leitung von Jan Pusch zeigt die Uraufführung der Choreografie „heart / beats / time“.

Im Klassik-Programm haben Zuschauer erstmals die Möglichkeit, drei Gesprächskonzerte sowie eine Auftragskomposition zu erleben. Klassisch ist auch der Einstieg beim Pop-Festival Move On Up am 16. Mai im Hallenbad, den der 28-jährige Violinist Iskandar Widjaja bestreitet. Ihm folgen als Headliner die Pop-Formation Get Well Soon um Konstantin Gropper. Für „schöne, schlaftrunkene Melodien“ (The Guardian) sorgt das Trio All We Are aus Liverpool und das Buttering Trio aus Berlin überrascht mit einem unkonventionellen Mix aus Jazz, Soul und Trip-Hop.

Mit verschiedenen literarischen Zugängen zum Thema „Frieden“ beschäftigen sich während der Movimentos Festwochen namhafte Schauspieler wie Klaus Maria Brandauer, Suzanne von Borsody, Maria Schrader, Birgit Minichmayr oder Robert Stadlober. Sie lesen aus Werken von Heinrich Böll, Ágota Kristóf, Herman Melville oder Edward Albee, die sich mit verschiedenen Aspekten von Frieden und Unfrieden auseinandersetzen.

Auf der Bühne im Zeithaus können Besucher der Festwochen jeden Freitag internationale Jazzkünstler erleben. Aus Brasilien ist die Sängerin Eliane Elias zu Gast, aus Frankreich und Großbritannien stammen die Nachwuchskünstler Hailey Tuck und AJ Brown, die beide an einem Abend auftreten. Auch virtuose Instrumentalisten wie der Saxofonist Joshua Redman, der Trompeter Ibrahim Maalouf und der Pianist Omer Klein sind mit ihren Ensembles zu Gast. Der Jazz-Ikone und mehrfachen Grammy-Preisträgerin Natalie Cole gehört in diesem Jahr die große Bühne im Kraftwerk. Dort verzaubert die Sängerin, die bereits rund 30 Alben veröffentlicht hat, unter anderem mit Stücken aus dem aktuellen Werk „Natalie Cole En Español“ ihr Publikum.

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› Movimentos Festwochen
10. April bis 17. Mai

Weitere Informationen finden Sie auf
www.movimentos.de