Schüsselerlebnis

An welchen Orten der neue Phaeno-Chef Michel Junge Inspirationen findet und warum er den Hadid-Bau für
einen Rennwagen hält zum Artikel

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

wer hält sich ernsthaft eine Salatschüssel vors Gesicht und ist nicht auch ein bisschen verrückt? Eigentlich niemand, oder? In unserem Fall ist es Michel Junge, der neue Leiter des Wissenschaftsmuseums Phaeno. Es ist zwar nur ein physikalisches Beispiel für den enormen Wärmeausstoß eines Menschen, das er uns mithilfe der Schüssel vorführt, aber Junges erfrischend offene und freundlich interessierte Art ist außergewöhnlich für einen Menschen in einer Führungsposition. Er hat Spaß an der Sache.

Bei all den anstehenden Wechseln im Kulturbereich der Stadt (die Ausschreibung für die Kulturamtsleitung läuft gerade) mag man das durchaus als ein positives Omen sehen, denn ein bisschen weniger stromlinenförmig darf es durchaus sein und ein Sprung in der Schüssel hat (mit Verlaub) noch keinem geschadet. Ansonsten ist der freischwimmer dieses Mal fast eine Phaeno-Sonderausgabe geworden. Auf der Architektur-Seite beschreibt zum Beispiel Nicole Froberg die eindrucksvolle Baugeschichte der Architektur-Ikone. Auch so eine verrückte und außergewöhnliche Idee, die, zumindest im geistigen Sinne, die Stadt bestimmt nicht ärmer gemacht hat.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit der Lektüre,
Ihre freischwimmer-Redaktion