Der eigenwillige
Herr Schneider

Ein Gespräch mit Christian Schneider, dessen Vater eine der größten 35mm-Filmsammlungen in deutscher Sprache zusammengetragen hat zum Artikel

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

zu Beginn zwei einfache Fragen: Wer sind wir? Und warum sind wir so geworden, wie wir sind? Antworten darauf fallen nicht leicht, denn es sind die vielleicht wichtigsten Fragen, die sich ein Mensch stellen kann. So ist es auch kein Wunder, dass in Deutschland fast an jeder Ecke Denkmäler zu finden sind, meist an hervorgehobener und prominenter Stelle. Vor dem Zweiten Weltkrieg gedenken sie häufig heroisch der gefallenen „Helden“ und in der Zeit nach 1945 steht der Schrecken über das Geschehene im Vordergrund

Einer, der sich schon sein ganzes Leben mit dem Gedenken und Erinnern beschäftigt hat, ist der französische Künstler Christian Boltanski, der aktuell eine unbedingt sehenswerte Schau im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt. Das Gedenken passt auch zum 75. Geburtstag der Stadt Wolfsburg: Hier versucht die Verwaltung über Geschichten die Geschichte der so jungen Stadt nachvollziehbar, begreifbar zu machen. Die Erinnerungskultur fängt gerade erst an. Der freischwimmer erzählt in seiner Titelstory die Geschichte des Wolfsburger Notars und Steuerberaters Wolfgang Schneider, der wohl eine der größten Sammlungen von 35mm-Filmen in deutscher Sprache zusammengetragen hat. Ein Lebenswerk fürwahr und gleichzeitig eines mit begrenzter Lebensdauer, denn die Sammlung steht in vielerlei Hinsicht kurz davor zu verschwinden. Vielleicht gefällt Ihnen der Artikel so gut, dass Sie sich in einigen Jahren noch an die Geschichte von Wolfgang Schneider und seiner Sammlung erinnern.

Wir wünschen eine vergnügliche und anregende Lektüre.
Ihre freischwimmer-Redaktion