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Ein Gespräch mit dem Wolfsburger Tätowierer
Oliver Fiedler zum Artikel

Platz für Tatendrang

Text: Lukas Wortmann
Foto: Thomas Kubiczek

„Alles in Bewegung“ heißt das Motto im Allerpark. Hier kann gepaddelt und geskatet, gebowlt und gebolzt, geklettert und gebaggert und Geschicklichkeit beim Discgolf trainiert werden. Ganz klar, dass ein Artikel über das vielseitige Naherholungsgebiet kein staubtrockener Bericht sein darf. Zum Allerpark gehört eine Erlebnisreportage. Und zu einer solchen ein Selbstversuch. Hat der freischwimmer gemacht – und sich die vielen Attraktionen im Allerpark angeschaut.

 
Wolfsburg hat was zu bieten. Das ist keine neue Erkenntnis, immerhin ist Wolfsburg die Erlebnisstadt. Einer ihrer Hot Spots ist der Allerpark, für dessen Besucher die Devise gilt: Du findest nicht nur das, wonach du suchst, sondern es gibt auch noch eine Erlebnisvielfalt als Sahnehäubchen obendrauf.

Zahlreiche Attraktionen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Bei meinem letzten Besuch bei Kaiserwetter führte mich meine erste Station zum Hochseil-garten „monkeyman“. Das Herz auf der Zunge tragend, konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen, dass das alles ja ganz schön hoch sei. Damit erntete ich besonders von einem kleinen, vielleicht neunjährigen, Mädchen einen mitleidigen Blick und ein Kopfschütteln dazu. „Na ja, so hoch ist es ja auch wieder nicht“, sagte ich relativierend. Doch der Zug der Anerkennung war abgefahren.

Der Hochseilgarten war schon ziemlich aufregend, aber der Tag hatte ja erst begonnen und es fehlten noch einige Häkchen auf meiner To-do-Liste. Als nächste Attraktion wartete die Wasserski-Anlange „Wakepark“ auf mich. Aller Anfang ist schwer, das musste ich auch als passabler Skiläufer erfahren. Mein erster Versuch, beim Start das Gleichgewicht zu halten, schlug phänomenal fehl. Ebenso die Versuche zwei bis neun. Und da war er wieder, dieser mitleidige Ausdruck im Gesicht des Mädchens vom Hochseilgarten, und das Kopfschütteln obendrein. Dieser Blick spornte mich zu neuen Höchstleistungen an. Der nächste Versuch gelang. Innerlich jubelnd suchte ich nach der Bestätigung meiner größten Kritikerin. Anstatt mir Anerkennung zu zollen, zeigte mir das kleine Mädchen wie man es richtig macht. Mir fiel vor Staunen die Kinnlade runter.

Als nächstes war Discgolf an der Reihe. Wenn mir auch hier die Grenzen von quirligen Halbwüchsigen aufgezeigt werden, sollte ich mir ernsthaft Gedanken machen. Denn für alles, was man zum Discgolf braucht, habe ich mich bei der Talentverteilung doppelt gemeldet. Als da wäre ein ruhiges Händchen – check, hab ich. Dann Geschicklichkeit – check, hab ich auch. Und zu guter Letzt sollte man ein wenig Treffsicherheit besitzen. Ich übersetze die­se Fähigkeit mal so: Man muss einfach Auge haben. Wer ein wenig Spaß und Abwechslung sucht und sich gerne im Freien aufhält, sollte diese trendige Sportart einfach mal ausprobieren. Alle Utensilien wie beispielsweise eine Disc oder Scorecards gibt es gegen ein Pfand von 10 Euro im Kolumbianischen Pavillon und beim Campingplatz am Allersee. Da wartet dann nach dem Spiel auch das kühle Getränk in entspannter Atmosphäre.

Beim Discgolf sucht man gerne den Wett­bewerb, ob nun mit Freunden, mit anderen Teams oder ... ach nö, kleinen, neunjährigen Multitalenten, die hups, aus zwei Metern daneben werfen?! Das ist meine Chance, die verlorene Ehre wiederherzustellen. Aber vorher, das kann ich mir nicht verkneifen, sende ich einen mitleidigen Blick und ein Kopfschütteln in ihre Richtung. Tja, Kleine, das war wohl nichts. Und nun, ein Blick, ein Wurf, fliiiiiieg, versenkt. Für diesen kleinen Erfolg musste ich auf der Skater-Anlage vollends passen. Hier konnte ich mir die Kunststücke nur anschauen. Schöne Sache, dieser Allerpark.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.allerpark.net