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Ein Gespräch mit dem Wolfsburger Tätowierer
Oliver Fiedler zum Artikel

Musik liegt in der Luft

Text: Marc Halupczok
Foto: EMI+JeromeBonnet (f)

Für die Spielzeit 2013/2014 hat das Theater Wolfsburg einmal mehr eine Reihe hochwertiger Konzerte im Programm. Fans der Klassik werden dabei ebenso bedient wie die Anhänger moderner Spielarten.

Immer perfekt gekleidet: Götz Alsmann

 
Wenn die Wiener Sängerknaben auf Jan Plewka treffen, der Rio Reiser verkörpert und Götz Alsmann in „My Fair Lady“ das letzte „klassische Musical“ besingt, dann setzen wahre Stimmfluten ein.

Götz Alsmann ist ein beliebter Gast auf den Bühnen dieser Republik. Ob deutscher Schlager, französischer Chanson oder US-amerikanischer Jazz, der bekannte Musiker und Moderator fühlt sich in vielen Stilen heimisch. Am 28. April 2014 gastiert der Münsteraner mit seiner ganz eigenen Version des Musicals „My Fair Lady“ im Theater Wolfsburg. Im offiziellen Statement zu diesem Konzert sagt Alsmann: „Was macht für mich den Zauber von „My Fair Lady“ aus? Vielleicht, dass es das letzte „klassische“ Musical ist? Dass die Handlung Witz, Satire und Sentiment mit unbedingter Fröhlichkeit verbindet? Dass jedes Lied in diesem Musical ein echter Weltschlager ist?“ Logisch, dass es sich der Entertainer nicht nehmen lässt, alle Rollen selber zu singen. Die Stücke wurden für seine Band neu arrangiert. Und zwischen den Liedern erzählt das Multitalent die Geschichte des Musicals auf seine Weise.

Jan Plewka, bekannt geworden als Frontmann der Rockband Selig, steht der Sinn mehr nach moderneren Kompositionen. Der Musiker und Schauspieler schlüpft am 1. November 2013 in die Haut von Rio Reiser. Der Mitbegründer von Ton Steine Scherben setzte seine Karriere auch nach dem Ende der Band erfolgreich als Solokünstler fort. Plewka konzentriert sich in seinem Programm vor allem auf die Zeit nach 1985 und interpretiert mit der Schwarz-Roten Heilsarmee Hits wie „Junimond“ oder „Für immer und Dich“. Plewka ist bereits seit acht Jahren als Rio Reiser unterwegs und sorgte überall für Begeisterung.

»Zwei Tage und zwei Nächte mit
der Piaf sind anstrengender als
eine Etappe der Tour de France.«

Ulrike Wahren zollt am 25. März 2014 in ihrem Programm „Hymne à l’amour“ der großen Edith Piaf (1915-1963) Tribut. Gemeinsam mit dem Pianisten Harald Kiesslich bringt die diplomierte Gesangslehrerin und Theaterschauspielerin Klassiker wie „La vie en rose“, „Milord“, „Padam, Padam“ und „Non, je ne regrette rien“ auf die Bühne. Zwischen ihren Gesangsdarbietungen erzählt Wahren zudem Anekdoten aus dem bewegten Leben des Weltstars. Einer von Piafs Liebhabern, der Radprofi Louis Gérardin, soll einmal gesagt haben: „Zwei Tage und zwei Nächte mit der Piaf sind anstrengender als eine Etappe der Tour de France.“ Der Abend mit Ulrike Wahren sollte nicht so fordernd, aber dafür sehr unterhaltsam werden.

Wie bereits im letzten Jahr zaubern auch 2013 die Wiener Sängerknaben ein wenig Weihnachtsstimmung in die Herzen der Besucher. Am 4. Dezember gibt sich der weltbekannte Chor, der bereits 1498 von König Maximilian I. gegründet wurde, mit einem bunt gemischten Programm von Klassik bis Pop die Ehre.

Lustiger geht es rund fünf Wochen später zu, wenn der Klavierkabarettist Bodo Wartke am 15. Januar 2014 in die Tasten haut. Sein Programm „Klaviersdelikte“ ist zwar ernster ausgefallen als seine vorherigen, bietet aber immer noch genügend (nachdenklichen) Witz. Der mehrfach ausgezeichnete Musiker und Sänger (unter anderem Deutscher Kleinkunstpreis, NDR-Comedy-Preis) ist in Wolfsburg ein alter Bekannter und dürfte sein Publikum schon vor dem ersten Akkord in der Tasche haben.

Das müssen sich The 10 Sopranos am 18. Januar 2014 erst erarbeiten. Aber wer sein Programm selbstbewusst „Best of Music“ tauft, sollte damit keine Probleme haben. Die zehn Damen bieten das komplette weibliche Stimmrepertoire vom glockenklaren Sopran bis hin zur rauchigen Rockröhre und knöpfen sich die Höhepunkte der Musikgeschichte vor. Ob Abba oder italienische Oper, die 10 Sopranos trällern sich quer durch die Notenwelt. In der kennen sich auch Michael Giertz (Klavier) und Giovanni Reber (Violine) alias Les Papillons ebenfalls bestens aus. Ihr Markenzeichen ist es, bekannte Lieder egal welchen Genres neu zu arrangieren und zu verbinden. Folgerichtig heißt das Programm, das am 23. September 2013 in Wolfsburg aufgeführt wird, deshalb auch „Concert fantastique – 100 Hits in 90 Minuten“. Das Publikum sollte aufmerksam lauschen. Denn kaum ist der Hit da, ist er auch schon wieder weg und der nächste folgt im Takt.

Deutlich gemächlicher geht es da beim Staatsorchester Braunschweig zu. Denn am 9. Mai 2014 steht die Filmmusik des Stummfilmklassikers „Moderne Zeiten“ von Charlie Chaplin auf dem Spielplan. Karten sollten allerdings vorzeitig gesichert werden, denn die meisten Veranstaltungen werden ausverkauft sein.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.theater.wolfsburg.de