Das zweitbeste Glück

Gespräch mit Klaus Allofs zum Artikel

30 JAHRE STERNENHIMMEL

Text: Birgit Kalversberg & Dirk Schlesier
Foto: Planetarium

Am 3. Dezember 1983 eröffnete das Planetarium Wolfsburg das Tor zu den Sternen. Seitdem lädt es die Zuschauer in die Sternenkuppel zu virtuellen Reisen über den Sternen- himmel und in weit entfernte Galaxien ein. Mittlerweile staunen die Besucher auch über aufwändige 360-Grad-Shows, die sogar ganz ohne 3D-Brille zu einem echten Erlebnis werden. Seit der Eröffnung kommen nicht nur die sternbegeisterten Besucher auf ihre Kosten – der Sternensaal wird auch für anspruchsvolle kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Richtfest des Planetariums am 24.06.1982

 
Der Schauspieler Rudolf H. Herget ver­wandelte das Planetarium schon wenige Wochen nach dessen Eröffnung in ein Sternentheater. Dabei wurde „Rudi“ neben der „Raumzeitmaschine“ in der Mitte des Saals zum zweiten Akteur und beeindruckte das Publikum mit stimmgewaltiger und unterhaltsamer Liebeslyrik. Als „Erzähler der Nacht“ hat sich Herget in Wolfsburg mit seinen Aufführungen von „Der Kleine Prinz“, „Galileo Galilei“ oder der Genesis einen Namen gemacht.

Am 7. Dezember wird Rudolf H. Herget sein Programm, das vor drei Jahrzehnten im Wolfsburger Planetarium seine Premiere feierte, nach langer Pause wieder zeigen. Dabei geht es um Nacht- und Liebeslyrik von Goethe, Schiller und vielen weiteren namhaften Dichtern. Das Programm „Mir ist zu licht zum Schlafen“ beginnt um 23.30 Uhr und ist der letzte Programmpunkt der Kulturnacht.

Zwei weitere Künstler, die eng mit dem Planetarium verbunden sind, geben ebenfalls ihren Auftritt an diesem Abend. Christine Högl wird ihr Publikum mit einem faszinierenden Hörerlebnis verwöhnen. Sie verbindet ihre Harfenmusik direkt mit dem Sternenhimmel – wenn das nicht zum Träumen anregt! Die Musikerin führt das Publikum mit ihrer Harfe in eine moderne „Anderswelt“, berührend und fantasievoll. Die Klangreise geht auf Spurensuche nach Lebensträumen und lockt das Geheimnisvolle – eben die „andere“, meist verborgene Wirklichkeit. Eine gute Gelegenheit zum Abschalten, Staunen und Lauschen. Seit vielen Jahren schon besucht Christine Högl mit ihrer keltischen Harfe das Planetarium und hat in Wolfsburg eine treue Fangemeinde gewonnen. Mit ihrem Programm „Sternentraum“ startet sie um 20.30 Uhr.

Der Kinderbuchautor und Liedermacher Wolfram Eicke, der sich in erster Linie als Anreger und Fantasie-Wachkitzler beschreibt, hat das Planetarium ebenso als ganz besonderen Ort für seine Auftritte entdeckt. Als Erzähler ist er auch in einigen Wissensprogrammen zu hören, die im Planetarium Wolfsburg gezeigt werden. In unserer Kulturnacht präsentiert er den Zuschauern ab 22 Uhr zauberhafte und verzaubernde Lieder und Texte.