Zwischen Arduino
und Adrenalin

Die Phaenomenale erfindet sich neu zum Artikel

Hohe Standards mit Wolle Wolfsburg

Text: Marc Halupczek
Foto: Ali Altschaffel

Ab 01. August 2013 besteht bundesweit ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. In Wolfsburg herrscht aufgrund des Arbeitgebers Volkswagen ein ungewöhnlich hoher Bedarf.

Treffen zweier Maskottchen: Wolle Wolfsburg hat sich zum Wolf gesellt

 
Wolfsburg ist keine Stadt wie jede andere. Das macht sich an vielen Stellen bemerkbar, auch bei der Kinderbetreuung. Der Bund hat errechnet, dass in den deutschen Städten durchschnittlich 39 Prozent der Kinder einen Betreuungsplatz (in der Krippe oder Tagespflege) benötigen. Stadträtin Iris Bothe sagt: „Weil VW hier seinen Hauptsitz hat und viele Mitarbeiter Eltern sind, müssen auch mehr Kinder betreut werden. Ungefähr jedes zweite Kind im Alter von einem bis drei Jahren braucht einen Betreuungsplatz.“ Und sie ergänzt: „Für diese Kinder hält die Stadt einen Platz vor. Derzeit sind keine Eltern bekannt, die einen Bedarf gemeldet haben, aber nicht versorgt werden können. Es kann höchstens passieren, dass jemand einen Krippenplatz anfragt und wir stattdessen einen Platz in unseren Familiennestern anbieten.“

Während andere Kommunen Probleme mit der Erfüllung der Quote haben, kann Wolfsburg auf herausragende Zahlen verweisen. Laut Bothe liegt der Grund dafür in der langen Vorlaufzeit. „Das maßgebliche Gesetz wurde Ende 2007 beschlossen, bereits ein Jahr später gab es bei uns den Ratsbeschluss für den strategischen Ausbau der Betreuungsplätze, die bis heute auf hunderte zusätzliche anwuchsen. In diesem Jahr haben wir darüber hinaus noch eine überregionale Kampagne mit der Hauptfigur „Wolle Wolfsburg“ entwickelt, die zum einen über die Angebote und die herausragende Betreuungsqualität vor Ort aufklären und zum anderen überregional dringend benötige Fachkräfte anwerben sollte.“ Die Strategie ist aufgegangen – die Stadt ist sehr zufrieden mit den durchweg positiven Reaktionen auf die Kampagne. Und: Alle freien Stellen konnten problemlos besetzt werden.

Bothe verweist außerdem auf die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen den Kitas, dem Familienservice und der Stadt Wolfsburg: „Durch diesen Schulterschluss ist hier in Wolfsburg sehr viel möglich.“

Über die Betreuungsangebote und Wolle Wolfsburg können sich Interessierte unter der bundesweiten Behörden-Hotline 115 informieren.