Vielfalt leben

Ein Gespräch mit Sylvia Cultus, Leiterin
des Integrationsreferates zum Artikel

Wolfsburger in aller Welt

 
Antonia Lindner / 21 Jahre /
Studentin /  in Preston, England

Wo stecken Sie gerade?
Ich befinde mich in England, genauer gesagt in Preston. Die Stadt ist zwar nicht so groß, liegt aber in der Nähe von Manchester, Liverpool und Blackpool, sodass ich auch öfter Ausflüge machen kann.

Und was machen Sie dort?
Ich mache zurzeit meinen Master in Intercultural Business Communication an der University of Central Lancashire.

Seit wann sind Sie dort?
Am 4. September bin ich angekommen. Ich habe dann noch drei Nächte im Hotel geschlafen, da ich erst am 7. September mein Zimmer im Studentenwohnheim beziehen konnte.

Warum sind Sie dort?
Ich wollte gerne weiterhin im Ausland studieren. Einerseits, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, andererseits um meinen Horizont zu erweitern und um Neues kennenzulernen. Da ich bereits während meiner Ausbildung mehrmals im Ausland war und zuletzt meinen Bachelor in Madrid gemacht habe, lag es nah, auch den Master außerhalb Deutschlands zu machen.

Was vermissen Sie an Wolfsburg?
Natürlich vermisse ich meine Freunde und meine Mama, aber dank Facebook, WhatsApp und Skype stehe ich mit allen, die mir wichtig sind, weiterhin in Kontakt und bekomme mit, was zuhause so passiert. Außerdem vermisse ich es ins Stadion zu gehen. Das war’s aber auch schon.

Wenn Sie die Augen schließen und an Wolfsburg denken – was sehen Sie?
Ganz klar, Volkswagen. In Wolfsburg dreht sich alles um Autos und den Konzern – und das ist auch gut so. Wenn ich Leute aus anderen Ländern kennenlerne, fragen diese immer, wo genau aus Deutschland ich denn herkomme. Antworte ich mit „Wolfsburg“, kriege ich einen fragenden Blick oder Schulterzucken als Antwort. Sobald ich aber „Hauptsitz von Volkswagen“ hinzufüge, weiß jeder, was gemeint ist.

Wie oft sind Sie noch hier?
Ich komme alle paar Monate mal für ein paar Wochen nach Hause. Außerdem versuche ich zu Weihnachten immer da zu sein.

Wollen Sie jemals wieder zurück?
Ich denke nicht. Wolfsburg hat sich in den letzten Jahren echt zum Positiven entwickelt, trotzdem ist die Stadt nichts mehr für mich. Ich habe festgestellt, dass ich mich in größeren Städten wohler fühle. Aber wer weiß, was die Zukunft so für mich bereithält.

Sonst noch was?
Liebe Grüße an Ailine, die mich für dieses Interview vorgeschlagen hat, an meine Mama und an Nicklas Bendtner.

Foto: privat