Wie eine Zirkusdirektorin

Interview mit Christel Rothe, der scheidenden Leiterin des Galerie Theaters Wolfsburg zum Artikel

WOLFSBURGER IN ALLER WELT

 
Name: Claudia Hennigs
Beruf: Psychologin in Ausbildung zur Psychotherapeutin
Stadt: Bremen
Land: Deutschland

Wo stecken Sie gerade?
In der Hansestadt Bremen. Eine sehr schöne Stadt mit freundlichen Menschen.

Und was machen Sie dort?
Ich mache zurzeit eine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin.

Seit wann sind Sie dort?
Im Herbst sind es schon sieben Jahre, unglaublich!

Warum sind Sie dort?
Damals habe ich mich für ein Psychologiestudium auch in Bremen beworben und als ich schon fast in Vechta ein anderes Studium angefangen hätte, rief mich meine Schwester an und fragte mich, ob es nicht viel toller wäre, in Bremen Psychologie zu studieren. Ich war natürlich aus dem Häuschen und musste dann sehr viel organisieren, habe sogar die erste Zeit in einem Gasthof gewohnt, weil ich noch keine Wohnung hatte. Aber letztlich habe ich mich gut hier eingelebt, nicht zuletzt, weil Bremen keine riesige Stadt ist. Und ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

Was vermissen Sie an Wolfsburg?
Am meisten vermisse ich meine Familie und die Freunde, die in Wolfsburg geblieben sind. Und die Felder und Wiesen, die ich mit meiner Kindheit verbinde. Ich wünschte, Bremen und Wolfsburg würden näher aneinander liegen, damit ich öfter und schneller mal bei meiner Familie sein könnte.

Wenn Sie die Augen schließen und an Wolfsburg denken – was sehen Sie?
Dann sehe ich diese Felder und Wiesen, Hehlingen – den Ort, in dem ich aufgewachsen bin, und mein Elternhaus.

Gewissensfrage: Welches Auto fahren Sie gerade?
Einen weißen Skoda Fabia. Auch wenn man in Bremen im Prinzip kein Auto benötigt und hier fast jeder mit dem Fahrrad fährt, bin ich froh, diesen Luxus zu haben.

Wie oft sind Sie noch hier?
Eigentlich noch ziemlich regelmäßig alle vier bis acht Wochen und zu besonderen Anlässen. Auch wenn die langen Fahrzeiten anstrengend sind, kann ich mir nicht vorstellen, nur zwei- bis dreimal im Jahr in Wolfsburg zu sein.

Wollen Sie jemals wieder zurück?
Eine schwierige Frage. Ich fühle mich oft, als könne ich nicht hierbleiben, weil meine Familie nicht hier ist, aber ganz zurück kann ich auch nicht mehr. Ein Zwiespalt für mich, mit dem ich leben muss. Aber generell möchte ich hier in Bremen bleiben, ich fühle mich wohl hier und habe viele enge Freunde, die mein Leben bereichern.

Sonst noch was?
Ich finde, man muss mal mit dem Gerücht aufräumen, dass Wolfsburg eine „graue“ Stadt sei. Das habe ich hier schon öfter gehört und kann dem gar nicht zustimmen.
Und ich möchte einen Gruß an meine Familie und Freunde senden, ich werde immer wieder gerne zu Besuch kommen.